Mittwoch, 18. Januar 2017

Niederländischer Barock-Rock, ein Falten-Tellerrock nach 700Sachen


Manche Kleidungsstücke leben allein von dem Stoff, nicht vom Schnitt, oder werden überhaupt erst erdacht, weil es einen bestimmten Stoff gibt. Mit dem barocken Blumenrock, desen Muster mich an ein altes, niederländisches Stilleben erinnert, ging es mir genau so: Ich fand den Stoff auf dem Markt an meinem Lieblingsstand und hätte ihn fast übersehen, weil das riesige Muster auf dem Ballen gar nicht zu erkennen war. Man sah vor allem unattraktive gelb-grün-Nuancen, aber weil der Stoff einen schwarzen Untergrund zu haben schien (Schwarz geht immer!) und sich gut anfühlte, rollte ich ihn ein Stück aus.

Suppentellergroße Blüten und fleischige Blätter erwarteten mich - ich glaube, es sind Pfingstrosen. Den ausgebreiteten Stoff hatte ich kurz nach dem Fund im November 2015 schon hier gezeigt. Die Messingtöne der Blüten passen zufällig sehr gut zum Schirmständer im Nähkontor, wo das Foto gemacht wurde.


Den in Muster und Stoffqualität so wunderbaren Fund wollte ich schon im Rahmen des Vivienne-Westwood-Sewalongs vernähen, zu einem Rock, wie es sie in der Anglomania-Kollektion gibt, wusste aber nicht so recht, nach welchem Schnitt. Der Stoff wanderte erst auf den "bald-nähen"-Stapel auf dem Bügelbrett und nach und nach auf weiter entfernte Stapel.


Im Lauf des letzten Sommers fiel mir dann die Anleitung für einen Falten-Tellerrock von Siebenhundertsachen wieder ein: Sie hatte den Schnitt eines H&M-Rocks analysiert und ein Schema für die Konstruktion bereitgestellt. Es handelt sich im Prinzip um einen halben Teller, der in Kellerfalten und Quetschfalten gelegt ist - einfach, aber sehr wirkungsvoll.


Für den Bund habe ich einen Formbundschnitt von irgendeinem Burdarock verwendet, der hier als Standard-Bundschnitt herumfliegt. Der Saum ist mit schmalem schwarzem Schrägband verstürzt.

Weil der Stoff viel Stand hat, ist der Rock ziemlich voluminös, fällt aber trotzdem angenehm und knittert wenig. Der Stoff ist aus reiner Baumwolle, würde ich sagen, etwas gekreppt, mit eingewebter Struktur - wie ein typischer Küchengardinenstoff Jahrgang 1965, also ungefähr das gleiche Material, aus dem Die Luise heute als Gastgeberin beim MeMadeMittwoch einen Rock zeigt, nur dass ihr Stoff  wirklich alt ist.

Material: "Vorhangstoff" aus Baumwolle, etwa 1,80 m vom Markt, schwarzes Schrägband, nahtverdeckter Reißverschluss, schwarzer Futterstoff. 

Schnitt: Faltentellerrock, selbstgemacht nach Schema von Siebenhundertsachen
Strickjacke: selbstgemacht aus drops Baby Merino kombiniert mit Kid silk, hier noch nicht verbloggt.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Näh-Jahres-Rückblick und Nähstatistik 2017

Zum Anfang des neuen Jahres noch ein bißchen Statistik und Rückschau auf das Genähte des letzten Jahres. Mit Plänen und Vorsätzen für 2016 hatte ich mich beim letzten Jahresrückblick im Januar 2016 ja gar nicht erst aufgehalten, aus der Erfahrung des vorangegangenen Jahres, dass ich im Zweifel doch immer nach Lust und Laune nähe und sich die Nähzeit im Voraus schlecht verplanen lässt. Den Rock mit suppentellergroßen Blumen, den ich im Januar 2016 erwähnte, nähte ich letztlich bei einem Nähkränzchen im November, er ist schon fotografiert, ich zeige ihn demnächst - so ist das mit den Zeitplänen bei mir.


So ein bißchen Statistik finde ich immer ganz interessant, denke ich doch jedes Jahr, dass ich nun wirklich so gut wie nichts produziert habe. Aber das Nachzählen zeigt: Es war sogar mehr als im Jahr davor (und - das fällt mir gerade noch ein -  die zwei Knoten-T-Shirts nach Burda (hier und hier) fehlen in der Auflistung sogar noch, so dass ich also sogar noch 2 Meter mehr vernäht habe).

Neu war 2016 auch, dass ich Schnitte mehrfach verwendete, nicht nur die erwähnten Knotenshirts, sondern auch 3 Pam-Blusen aus La Maison Victor (eine mit Vögeln, eine dunkelblaue und eine mit Ananas) - da war die reine Not am Werk, ich brauchte im Sommer dringend Oberteile. Einige schnelle, einfache Teile, die ich nähte, fanden gar nicht den Weg ins Blog, vor allem Teile aus Stoffen meines Nebenjob-Arbeitgebers, die ich bei der Arbeit im Stoffladen anziehe. Das anspruchsvollste Projekt, der Trenchcoat, ist auch noch nicht gebloggt, weil ich die Knopflöcher ewig hinausschob, bis kein Trenchcoat-Wetter mehr war. Die beiden Jacken waren Nähen für andere - die grüne Cordjacke vom Sommer und die kürzlich erwähnte Tweedjacke, die jetzt ein Futter hat, bei der aber, das wird jetzt niemanden besonders überraschen, noch Knöpfe und Knopflöcher fehlen (das wird aber nicht wieder so lange verschleppt, weil die Jacke sehnlich erwartet wird).

Natürlich geht das Jahr wieder mit einem Stoffzuwachs zuende: 20 Meter (bzw. mit den nicht gezählten T-Shirts 18 Meter) - wobei ich damit sicher im Durchschnitt der Selbermacherinnen mit Textilfimmel nur einen der unteren Plätze belege. Aber: Der jährliche Zuwachs macht mir schon Gedanken. Geht das jetzt immer so weiter? Das sind in 5 Jahren dann 100 Meter und in 10 Jahren 200 Meter, bei durchschnittlicher Lebenserwartung würde ich noch knapp 800 Meter Stoff akkumulieren und ab etwa 2035 ein zusätzliches Zimmer nur für die Stofflagerung benötigen. So formuliert ist das natürlich lustig und etwas überzogen, aber hat insofern einen wahren Kern, dass ich es für mich nicht stimmig finde, Stoff fürs Lager zu kaufen, und damit den Kleidungskonsum einfach durch Stoffkonsum zu ersetzen. Möglichst aus den Vorräten zu nähen und aus dem Vorhandenen etwas zu machen, wird damit ein Motto für 2017. Schließlich gibt es zu so gut wie jedem Stoff, der hier liegt, schon eine Projektidee.

Den Kauf von Nähzeitschriften - auch wenn hier schon mehr als genug Schnitte liegen - werde ich mir hingegen nicht verbieten. Ich mag Zeitschriften auf Papier, und für mich ist das Zeitschriften-Lesen von klein auf mit Ritualen verbunden: Auf der Fahrt nach Hause mit der frisch gekauften Zeitschrift schon mal kurz reinblättern. Das Lesen zuhause für einen Moment aufheben, wenn das Sofa frei und ein Kaffee in Reichweite ist, und nicht zuletzt - wenn es um das jeweils aktuelle Burda-Heft geht - das Augenrollen über merkwürdige Fotoarrangements und merkwürdige Texte.

Im vergangenen Jahr hat sich das Angebot an Nähzeitschriften ganz schön erweitert: Neben Burda und Ottobre gibt es nun das zweite Jahr La Maison Victor, und wenn der Eindruck nicht trügt, den die Nähblogs vermitteln, ist die Zeitschrift sehr erfolgreich. Ich kaufe längst nicht jede Ausgabe, weil mich die Kinder- und die Herrenschnitte nicht so sehr interessieren, und die Damenschnitte eben nur manchmal, aber mir scheint im Durchschnitt enthält jedes Heft einen Knaller-Schnitt, der überall rauf und runter genäht wird, wie zuletzt das Kleid "Raven". Fashion Style, die deutschsprachige Ausgabe der Knipmode, hat sich ebenso etabliert. Auch hier kaufe ich nicht jedes Heft, aber ich bin sehr froh über mehr Vielfalt und Konkurrenz im Zeitschriftenregal.

Auf eine Blogaktion für das kommende Jahr freue ich mich ganz besonders, auf die Blogserie "Was wir tragen, was wir sind" bei Nico - Art und Stil. Letztes Jahr erschien das wunderbare Buch "Frauen und Kleider. Was wir tragen, was wir sind" von Leanne Shapton, Sheila Heti und Heidi Julavits, ein Buch mit sehr persönlichen, anrührenden, anekdotischen Einblicken in die Kleiderschränke ganz unterschiedlicher Frauen. Diese Einblicke sind ganz unterschiedlich gestaltet, mal in Form eines Interviews, mal ist es eine Geschichte, mal eine Reihe von Fotos. Den roten Faden bilden eine Reihe von Fragen, die zum Anfang des Buches abgedruckt sind - Nico wird alle 14 Tage eine oder einige Fragen herausgreifen und zum Beantworten einladen. Die Beiträge laufen bei ihr, bei Art und Stil zusammen, wo man den eigenen Beitrag dann verlinken kann. In der nächsten Woche geht es los.

Allen Leserinnen wünsche ich ein gutes neues Jahr 2017, mit viel Zeit zum Nähen und für andere Dinge, die Freude machen, Gesundheit, Glück, Erfolg und vor allem Zufriedenheit! 

Freitag, 30. Dezember 2016

Jahresend-Wochenrückblick mit Tweedjackenfail


Die letzten Wochen des Jahres vergingen im Galopp. Ich war viel unterwegs, aber immer nur zu Blitzbesuchen, das erste Mal im Schwarzwald und zum wiederholten Mal in der fränkischen Heimat des Liebsten. Letzteres war besonders nett, weil ein bißchen Zeit war, Ute - Schneckennasen - auf einen Glühwein zu treffen. Nähnerds gibt es eben im kleinsten Dorf, wer hätte das gedacht! Einen Stoffladentipp verriet mir Ute auch: Anitas Nähkästchen in Vincenzenbronn - da muss ich beim nächsten Mal unbedingt hin. 


Wenn viel los ist, ist Stricken meistens die bessere Wahl als Nähen, besonders bei so einem nicht komplizierten Strickmuster. Ich habe ein zweites Vertices Unite von westknits angefangen, diesmal aus Brushed alpaca silk von drops in jeansblau, grün, schwarz, puderrosa und lila (eher magenta), nachdem ich das erste Tuch sehr häufig trage, obwohl die Wolle nicht mal besonders schön ist. Ausgebreitet sieht das Tuch mit der Flächenaufteilung ja eher merkwürdig aus, aber umgewickelt ist es wirklich ein Hit, wenn die Flächen und die Farben jedesmal neu gemischt werden. Frau Crafteln zeigte vor kurzem ein Vertices unite aus dem fluffigen Drops-Garn, das sehr groß und sehr leicht ist, wobei man pro Farbe mit zwei Knäueln auskommt, das ist das Vorbild.


An der Nähfront hatte ich mich in den letzten Wochen ziemlich verzettelt. Die Weihnachtsröcke werden daher nicht mal Silvesterröcke, denn ich muss zuerst ein Geschenk fertignähen, eine Jacke aus einer Art Shetlandtweed, reine Wolle, dunkelblau-schwarz meliert, nach dem Schnitt einer alten Lieblingsjacke des Liebsten, die ich schon zweimal aus Cord geklont hatte (hier und hier). Da ich die Jacke zuletzt im Sommer genäht hatte, bildete ich mir ein, ich könnte sie mal eben nebenher nähen.

Nunja. Zu Weihnachten verschenkte ich symbolisch eine Stoffprobe.  


Jetzt habe ich gerade die Schulterpolster fertiggestellt (ich mache Polster, dünn und passgenau, meistens selber - die Anleitung hatte ich hier schon mal gebloggt). Sie bestehen aus zwei Lagen Baumwollstoff und einer Lage Wattierung, das reicht, um der Schulterpartie etwas Form zu geben.

Das Futter ist schon an den Belegen und müsste nur noch am Jackensaum verstürzt werden - wenn es denn passen würde. Die ganze Zeit wunderte ich mich, warum die Armlöcher im Futter so merkwürdig klein waren. Die Ärmel passten auch äußerst schlecht ins Armloch, eigentlich gar nicht. Kein Wunder, wenn man vergisst, die Futter-Seitenteile zuzuschneiden!

Ich hatte mir im Sommer beim letzten Nähen der Jacke einen separaten Futterschnitt für Vorder- und Rückenteil gemacht und kam mir extrem schlau vor, weil ich mir beim nächsten Mal so viel Arbeit sparen würde. Das stimmt auch, aber eben nur, wenn man dann auch alle Teile zuschneidet und zusammennäht. Aber es ist noch Futterstoff da, die Futter-Seitennähte und die Ärmel sind bereits getrennt, und heute Abend werde ich versuchen, die Seitenteile hineinzutransplantieren, ohne das Futter wieder ganz aus der Jacke zu trennen. (Möglicherweise ein Fehler, aber ich versuche es einfach mal.)

Ein paar interessante Links habe ich auch noch für euch:

Wer japanische Nähbücher wie "Pattern Magic" kennt oder die Modeschauen in Paris verfolgt, hat sicher schon mal vom Bunka Fashion College in Tokio gehört, haben doch viele japanische Designer ihre Ausbildung an dieser Modeschule gemacht. Ein Artikel bei Business of Fashion widmet sich der Modeschule, in der Zusammenarbeit, gutes Handwerk und Verständnis des menschlichen Körpers groß geschrieben werden.

Aus Japan stammt auch ein Album mit japanischen Stoffmustern, das ich beim Stöbern auf archive.org zufällig fand. Blättert bis zur Seite 51, ab da sind blau-weiß gemusterte Druckstoffe (Wachsbatik?) eingeklebt.

Wusstet ihr, dass Grace Kelly in ihrer Freizeit Collagen aus gepressten Blumen anfertigte und sogar ein Buch darüber veröffentlichte? Über diese Information stolperte ich ganz zufällig und war dann sehr über meine eigene Verwunderung erstaunt, denn ein ernsthaftes Hobby hatte ich der Fürstin von Monaco gar nicht zugetraut - ein Denkfehler, denn natürlich sind gekrönte Häupter nicht nur öffentliche Personen. Die Kunst der Collage aus gepressten Blumen soll im 16. Jahrhundert in Japan enstanden sein, als Übung für Samurai, um Geduld und Konzentration zu trainieren. "Oshibana", wie diese Kunst in Japan heißt, scheint vor allem in Asien, Australien und Neuseeland immer noch ein ganz beliebtes Hobby zu sein, wobei ungeheuer detaillierte Bilder entstehen (bei den Beispielen hier dachte ich zuerst, es würden auch kleine Nagetiere gepresst und verarbeitet, oh Schreck - aber die Tiere werden aus Pflanzenmaterial zusammengesetzt!).

Zurück zum Nähen: Wer bei Burdastyle das Editorial nicht nur überblättert, wird bemerkt haben, dass seit einigen Ausgaben nicht mehr Dagmar Bily, die Chefredakteurin, von der Seite Drei grüßt. Sie hatte bereits im Sommer den Burda-Verlag verlassen, eine Meldung, die in der Ferienzeit an mir vorbeiging, die aber kürzlich @kleiderschmiede bei twitter ausgrub. Nun werden die Änderungen sichtbar, zu denen offenbar auch gehört, dass einige Heftseiten mit Backrezepten gefüllt werden. Die Stelle der Chefredakteurin soll nicht neu besetzt werden, und es wird gemunkelt, dass die Produktion der Schnitte "ins Ausland" verlagert werden solle. Keine guten Aussichten für eine Zeitschrift, die sich zum ersten Mal seit Jahren mit ernsthafter Konkurrenz auseinandersetzen muss, 2017 könnte holprig werden, oder zumindest nicht besser als 2016.

Montag, 19. Dezember 2016

"Geschickt eingefädelt", zweite Staffel: Besser, aber noch nicht gut.

Am Dienstag ging bei Vox die zweite Staffel des Nähwettbewerbs "Geschickt eingefädelt" nach Vorbild der BBC-Sendung Great British Sewing Bee zuende, ohne dass das Finale in Nähbloggerinnenkreisen ein größeres (oder überhaupt ein) Echo hervorgerufen hätte. Mir scheint, mit der ersten Staffel gelang es dem Sender bereits, so viele Nähbegeisterte, die sich im Internet tummeln, vor den Kopf zu stoßen - die CosplayerInnen, die SchöpferInnen historischer Kleidung, die Bekleidungs-Nähbloggerinnen - dass niemand mehr erwartete, von der zweiten Staffel erfreut, unterhalten oder zumindest: nicht verärgert zu werden.

Auch ich schaute mir diese zweite Staffel vor allem aus Pflichtgefühl an, denn wenn schon eine Sendung rund ums Nähen im Fernsehen läuft, dann möchte ich wissen, was da los ist. Tatsächlich fand ich die etwas veränderte Dramaturgie der  zweiten Staffel besser als die der ersten - was aber noch lange nicht heißt, dass die Sendung gut war.

Die Buzzwords der ersten Staffel, "sexy" und "Party", tauchten kaum noch auf. In der ersten Staffel wurde dieser Anspruch ja bis zur Absurdität getrieben: Jede Kreation der Kandidatinnen wurde darauf abgeklopft, ob sie denn "sexy" sei, jede Jogginghose musste "partytauglich" gemacht werden, anscheinend dachte man, die jüngeren Selbermacherinnen mit diesen Schlagworten einzufangen. In der zweiten Staffel war nur noch einmal die Eigenschaft der "Partytauglichkeit" gefragt (gibt es dafür eigentlich eine anerkannte Definition?): Ein Kapuzenpullover sollte in ein partytaugliches Kleidungsstück umgewandelt werden - durch den Stilwechsel eine reizvolle Aufgabe, die die KandidatInnen mit Bravour lösten.

Überhaupt die KandidatInnen: Wenn man ihnen denn mehr Raum gewähren würde, könnte die Sendung mit diesen durchweg sympathischen Nähnerds spritzig, lustig und unterhaltsam sein, so wie das britische Original. Aber leider gibt es nur wenige Momente - nach meinem Eindruck noch weniger als in der ersten Staffel - in denen die KandidatInnen miteinander interagieren dürfen, sich gegenseitig helfen, gemeinsam über die Aufgaben stöhnen oder Witze reißen. Stattdessen müssen sie sich ununterbrochen nervig bewitzeln lassen, von Guido Maria Kretschmer in einer Doppelrolle als Juror und Moderator.   

Kretschmer-Fans mögen mir verzeihen, aber ich habe den Eindruck, dass das relativ eingeschränkte Sprücheklopf-Repertoire Kretschmers bei Shopping Queen noch recht gut funktioniert, zumal Kretschmer dort indirekt kommentiert, während er einen Zusammenschnitt des mehrstündigen Shoppingtrips ansieht. Das Tempo der Sendung ergibt sich also vor allem aus den entsprechend zusammengestellten absurden Momenten dieser Einkaufsorgie. In einer Sendung wie Geschickt eingefädelt hingegen tragen solche Witzeleien nicht über die gesamte Strecke, Kretschmer wirkt verkrampft, wenn er mit Kandidaten direkt interagieren muss und nimmt Zuflucht zu einigen immergleichen Floskeln wie "vielen lieben Dank". 

Co-Jurorin Inge Szoltysik-Sparrer trägt nicht zur Auflockerung der Sendung bei. Sie kommentiert die Nähergebnisse der Teilnehmer mit großem Ernst - und bis auf einige Ausreißer wie "die kleine Anika" diesmal ohne Respektlosigkeiten gegenüber den KandidatInnen - aber leider auch ohne jeden Esprit, jeden Witz, jede Leichtigkeit. Wir erleben bei Geschickt eingefädelt harte Fernseh-Arbeit, und wir Zuschauer dürfen das keinen Moment vergessen.

Das ist kein "Atelierhaus im Herzen Berlins": Das Kluwe-Haus an der Nonnendammschleuse, Drehort von "Geschickt eingefädelt"
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Sendung ohne Illusionstheater auskäme. In der ersten Staffel machte mich die oft nicht zu übersehende Text-Bild-Schere schier wahnsinnig: Wenn der Sprechertext aus dem Off oder eingeblendete Kommentare etwas ganz anderes behaupteten, als im Bild zu sehen war. Wenn das Kluwe-Haus, das so genannt wird, weil auf der Brandmauer ein riesiger Schriftzug für "Kluwe Baustoffe" wirbt, als "Atelierhaus im Herzen Berlins" bezeichnet wurde. BerlinerInnen kennen dieses Fabrikgebäude mit einer interessanten Geschichte, weil sie auf der Stadtautobahn daran vorbeirasen - und es liegt auf einer Halbinsel in der Spree in einer Gegend am äußersten Rand Charlottenburgs, in der sich Fuchs und Biber die Hand geben. Oder wenn Tobias Milse, der Vorjahressieger, beharrlich mit der Charakterisierung "näht nur mit den edelsten Stoffen" begleitet wurde - auch wenn er in karierten Baumwollflanell schnitt.

Solche Diskrepanzen zwischen Bild und Behauptung traten in der zweiten Staffel seltener auf, auch wenn die KandidatInnen natürlich genauso in Schubladen gesteckt wurden und bestimmte Typen verkörpern mussten. Besonders unangenehm fand ich das in der dritten und vierten Folge, als ein Konflikt zwischen den  Kandidaten Tatjana und Julian konstruiert wurde.

Tatjana - übrigens die für Stickereien in Couture-Qualität bekannte Tatjana Golder - war anscheinend dazu ausersehen, den Typus der kapriziösen Zicke zu illustrieren, während Julian als unangenehm ehrgeiziger, rücksichtsloser Streber dargestellt wurde. Die kurze Diskussion zwischen beiden um ein Stück Stoff, in der Realität sicher weniger als eine Minute, wurde in der Folgestaffel noch gehörig ausgewalzt, als beide zu einem Team zusammengeworfen wurden und gemeinsam eine Nähaufgabe lösen mussten. Der von der Regie ersehnte Konflikt weigerte sich jedoch, auszubrechen, Tatjana und Julian gingen freundlich miteinander um, und so musste der Off-Sprecher beständig mit dräuender Intonation und vielen rhetorischen Fragen auf diesen - sicher ganz ganz bald zu erwartenden! - Konflikt hinweisen, der sich aber bis zum Schluss nicht einstellte. 

Für mich als Zuschauersicht war das quälend zu verfolgen: Ich hatte das Gefühl, einer sich schleppend fortbewegenden, allen allen Ecken und Enden quietschenden und halb auseinanderfallenden mechanischen Konstruktion zuzusehen und wünschte mir das Ende der Folge (oder am besten gleich der ganzen Staffel herbei), und das, obwohl ich beim Fernsehen strickte.

Die Konstruktion einer für den Zuschauer nachvollziehbaren Geschichte aus dem Filmmaterial vieler Stunden ist das Prinzip solcher Sendungen (und selbst bei jeder Dokumentation wird ausgewählt, was gezeigt wird und was nicht), das Geschick der Redaktion und wie viel eigenes Denken man dem Zuschauer zutraut, ist entscheidend. Bei Vox sind recht grobschlächtige Holzschnitzer am Werk, die sehr stark steuernd eingreifen.

Wie charmant diese Sendung sein könnte, sähe und hörte man einfach mehr von den KandidatInnen, fiel mir so richtig in der letzten Folge auf, als Keno, zu Anfang ausgeschieden, zum Finale ein paar Sätze am Stück sagen durfte. Oder anders formuliert: Mir wurde klar, warum möglicherweise von den KandidatInnen so relativ wenig zu sehen ist, denn es könnte bei der Gelegenheit dem Zuschauer auffallen, dass die KandidatInnen eloquenter, witziger und reflektierter auftreten, als das professionelle Moderatoren-Juroren-Duo.

Und so bleibt als vielleicht einziger wahrhaftiger Moment der Staffel ein Dialogschnipsel gegen Ende der Finalfolge: Zoë, Model für das Abendkleid, das Anika nähte, antwortete auf Kretschmers Frage, ob ihr die geplanten Stoffe gefielen, sehr schnell und beiläufig mit "gar nicht" - ein Moment, der zur Abwechslung gänzlich unkommentiert vorbeiging.
Die Mehrheit der Fernsehzuschauer fand "Geschickt eingefädelt" übrigens gar nicht so schlecht: Die Staffel endete mit einer wohl recht ordentlichen Quote.
Eine Menge Informationen zur Sendung und zu den KandidatInnen findet sich im Swafing-Blog (Achtung Spoiler: dort wird ganz oben verraten, wer gewonnen hat). Die Folgen der zweiten Staffel sind noch bis morgen Abend in der Mediathek von Vox zu sehen

Und ein lustiges Detail am Rande: Jurorin Inge Szoltysik-Sparrer vermarktet die Kleider, die sie in der Sendung trug, in einem eigenen Onlineshop. Es gibt sie maßgeschneidert für um die 600 € oder als Schnittmuster (17,50 - 21,50 €) mit separat zu bestellendem "Ablaufplan" (einer Anleitung? ebenfalls 17,50 €)  - und das ganze sieht aus, wie Onlineshops vor einigen Jahren schlimmstenfalls aussahen. Vielleicht hätte man doch mal jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt.

Freitag, 9. Dezember 2016

"Stoff und Faden", das Materiallexikon ist da!


Liebe Leserinnen, sehr zufrieden  und stolz kann ich euch heute mein neuestes Buch präsentieren: Stoff und Faden ist ein schnuckeliges, kleines, mit 160 Seiten aber durchaus gewichtiges Lexikon über Stoffe und Fasern, Webarten und Musterungen, mit praktischen Nähtipps, aber auch mit ein paar spannenden Geschichten über die Herkunft von Stoffarten und ihrer Namen.

Ich hatte mir schon lange überlegt, dass es ein handliches, schönes und nicht teures Buch über Stoffe geben müsste, das man zum Nachschlagen, z. B. auf dem Stoffmarkt mitnehmen kann. Das einem die manchmal kryptischen Stoffempfehlungen in der Burda erklärt - Natté, Jacquard, Wolldiagonal und solche Sachen. In dem man erfährt, was der Unterschied zwischen Polyester und Polyamid ist, woraus Cupro besteht, was es eigentlich mit Mikrofasern auf sich hat und was beim Einlaufen passiert, und in dem man nicht zuletzt nachsehen kann, wie man komplizierte Stoffe zuschneidet, näht und bügelt.

Als ich mehr über solche Themen wissen wollte, stellte ich fest, dass es zwar einige Spezialbücher über Stoffe und Fasern gibt, die mir aber alle nicht gefielen: Die meisten sind für die Ausbildung in Textilberufen gedacht, für künftige Textilingenieurinnen oder Schneiderinnen und erinnern an Schulbücher, mit drögen technischen Texten und Grafiken, die zum Teil schon seit 30 Jahren immer wieder abgedruckt werden und auch so aussehen. Man muss schon sehr wissbegierig und textilnerdig veranlagt sein, um so ein Buch durchzuarbeiten, außerdem sind die meisten sehr teuer, genauso wie die paar tollen Bildbände über Stoffe, die es gibt, die aber oft nicht sehr viel Informationen enthalten (bei einem Buch, das ich bei der Recherche las, wechselte die Sprache mittendrin von Englisch auf Spanisch - wie auch immer sowas passieren kann). Ein Stoffbuch, mit viel Inhalt, aber so geschrieben und gestaltet, dass man es gerne liest und gerne in die Hand nimmt, das müsste doch möglich sein, dachte ich mir.

Ich fing Anfang des Jahres an zu planen und zu konzipieren und nicht zuletzt auch zu rechnen, denn dieses Mal habe ich fast alles selbst gemacht, nicht nur recherchiert und den Text geschrieben, sondern mir das Format und das Papier überlegt, überlegt, wie das Buch innen und außen gestaltet sein sollte, eine Druckerei gesucht und die Herstellung finanziert. Susanne hatte mit ihren beiden Büchern zu textilen Redensarten, "Verflixt und Zugenäht" und "Am Rockzipfel" den Weg bereitet und gezeigt, dass es möglich ist, gute und schöne Bücher selber zu machen - ob ich das auch so hinkriegen würde, da war ich mir bis zuletzt ja nicht ganz sicher. Es ist eben doch etwas ganz anderes, Buchseiten probehalber auf Kopierpapier am heimischen Laserdrucker auszudrucken und digitale Proofs anzugucken - wie das dann als richtiges Buch, auf dem richtigen Papier aussehen wird, lässt sich doch nur erahnen.

Ich hatte also in der Nacht zuvor nicht sehr gut geschlafen und war heute Vormittag schrecklich nervös, als der Speditionsmitarbeiter klingelte und sich bemühte, sich seine Verwunderung nicht anmerken zu lassen, dass er eine halbe Palette Bücher an einem durchschnittlichen vierstöckigen Berliner Mietshaus anliefern sollte. Aber es hat tatsächlich geklappt, es ist alles genau so geworden, wie ich es mir gedacht hatte! 


Für den schönen Umschlag hatte ich eine Grafikerin beauftragt, Claudia Benter, die ich über gemeinsame Bekannte im Kiez kennengelernt habe. Auf den Umschlaginnenseiten wollte ich unbedingt ein Muster haben, das entwickelte Claudia aus der Zeichnung eines Tüllnetzes. Eine schöne Überraschung, wenn man das Buch aufschlägt. 


Der Satz ist mit LaTeX gemacht, einem Programm, das eigentlich für den Satz naturwissenschaftlicher Bücher entwickelt wurde, das aber auch mit den vielen kleinen Absätzen des Lexikonteils sehr gut zurecht kam. Der Liebste hat seit einem Studentenjob in einem Satzstudio Anfang des Jahrtausends vertiefte Kenntnisse in TeX und konnte so den Buchsatz staunenswert mühelos (und ohne Gefluche!) umsetzen.


Für die Grafiken, die das Buch illustrieren, 18 Stück sind es insgesamt, arbeitete ich mich in ein Vektorgrafikprogramm ein (Inkscape) und suchte und bearbeitete Bilder aus alten, heute gemeinfreien Textilbüchern. Das hat mir sehr großen Spaß gemacht, war aber fast das Zeitaufwendigste an dem ganzen Buch.

Ich habe eine Extraseite für Stoff und Faden eingerichtet, auf der ihr alle Informationen nochmal kurz und knapp findet, ihr erreicht sie unter dem Namen www.texte-und-textilien.de (angelegt in der etwas größenwahnsinnigen Hoffnung, das Materiallexikon möge nicht mein letztes selbstgemachtes Buch gewesen sein - außerdem waren alle Domains mit Stoff und Faden schon weg und irgendwie muss man ja heißen.) Dort sind auch noch mehr Bilder aus dem Buch, ein paar Beispielseiten, und ihr könnt virtuell in einem Auszug blättern. Falls ihr das Buch empfehlen wollt, gebt einfach den Link zu Texte und Textilien weiter.

Wenn ihr das Buch zum Preis von 14,00 Euro bestellen wollt, schreibt mir eine Mail an StoffuFaden@gmail.com (Constanze Derham) (oder sonst wenn ihr mögt auch an die nahtzugabe-Mailadresse, die ihr vielleicht habt), bis 31. 12. 2016 verschicke ich versandkostenfrei innerhalb Deutschlands, Bezahlung per Überweisung. Für Versand nach Österreich und in die Schweiz bitte nachfragen, wir finden sicher eine Lösung.

Stoff und Faden. Materiallexikon.
Text Constanze Derham
160 Seiten, 18 Illustrationen, Format 12x17 cm
ISBN 978-3-00-054777-5
Ladenpreis 14,00 Euro

Der Titel ist im VLB gelistet, eine Bestellung über Buchhandlungen ist möglich, je nach  Engagement des Buchhändlers oder der Buchhändlerin könnte aber nachdrücklicheres Nachfragen nötig sein. Im Lauf der nächsten Woche sollte das Buch - wenn alles klappt - auch bei amazon verfügbar sein, Jetzt ist Stoff und Faden auch bei amazon erhältlich und ich arbeite daran, dass es "Stoff und Faden" auch in anderen Onlineshops gibt (falls ihr selber z. B. einen Shop für Nähsachen betreibt und das Buch verkaufen wollt - mailt mir).

Und im glücklichen Überschwang hätte ich das fast vergessen: Einige Exemplare von Susannes Am Rockzipfel habe ich auch hier - falls ihr dieses Buch auch bestellen wollt, dann könnt ihr das bis auf weiteres auch bei mir tun. 
Jetzt sind sie alle - aber bei Susanne - Textile Geschichten gibt es "Am Rockzipfel" selbstverständlich noch, zur Zeit versandkostenfrei. 


Vielen Dank vor allem an alle, die Stoff und Faden nur aufgrund meiner mündlichen Beschreibung schon vorbestellt hatten - Danke für den Vertrauensvorschuss, ich tüte eure Bücher jetzt ein, so dass ihr hoffentlich schon am Montag euer Exemplar bekommt!

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Weihnachtskleid-Sewalong: Planlos glücklich oder: Dior für Arme


Beim Weihnachtskleid-Sewalong im MeMadeMittwoch-Blog ist nun schon das dritte Treffen, und auch wenn ich es beim zweiten Treffen nicht schaffte, meinen (im übrigen nicht vorhandenen) Fortschritt zu posten, bin ich noch nicht ausgestiegen. Gestern gab ich mir einen Tag frei, schlief mal richtig aus und versuchte so, dem Ansatz einer Erkältung abzuhelfen. Nachmittags konnte ich mir dann Gedanken über das Weihnachtsoutfit machen und etwas nähen.

Ich bleibe im wesentlichen bei den Plänen aus dem ersten Treffen und nähe jetzt erstmal drauflos. Wenn ich dann kein selbstgenähtes Oberteil habe, macht das gar nichts, denn ein quergerippter, uralter schwarzer Kaufpullover würde gut zu allen Rockplänen passen. Das geplante kastige Oberteil mit den gerüschten Ärmeln würde ich auch gerne nähen, aber wahrscheinlich wird das nichts bis Weihnachten. Dunkelgrauer Sweatshirtstoff wäre als betont lässiges Material für diesen Schnitt bestimmt ganz gut, als Kontrast zu dem Ärmelchichi.   


Mit dem Wickelrock aus Burdastyle 2/2016 (Nr. 115) habe ich schon mal angefangen. Der dicke Jacquard passt sehr gut zum Schnitt und lässt sich angenehm nähen und sogar gut bügeln.


Die Taschenklappen an den Hüftpassentaschen gefallen mir sehr, und in meiner Knopfsammlung findet sich bestimmt etwas Passendes. Die Unterseite der Klappen schnitt ich aus schwarzem Futterstoff zu, genauso wie die vorderen Taschenbeutel, dann werden die Lagen am Tascheneingriff nicht so dick. Jetzt muss ich erstmal einen Schnitt für das Rockfutter basteln - bei Burda ist der Rock nicht gefüttert.

Auch über das Projekt Paillettenrock habe ich weiter nachgedacht und eine neue Idee ausgebrütet. Der Paillettenstoff ist ja eine Art feiner Tüll, querelastisch, auf den kleine schwarze Pailletten in mäandernden Linien aufgestickt sind. Einen schwarzen Stoff als untere Lage zu verwenden, wäre das Naheliegendste, aber auch das Langweiligste - auf diese Erkenntnis brachte mich eine Kollegin bei meinem Nebenjob im Stoffladen: Wir hatten etwas Zeit, sinnierten über die halbtransparenten Paillettenstoffe, die es dort gibt, und sie entdeckte, dass ein Stoff mit Blattformen aus feinen goldenen Pailletten auf schwarzem Tüll einfach göttlich aussieht, wenn man pfefferminzgrüne Viskose darunter legt. Ein Tanzkleid wie aus den 1920er Jahren könnte man sich daraus vorstellen.

Gleichzeitig kam mir die Dior-Frühjahrskollektion 2013 in den Sinn - gegen Ende des Defilees gibt es lauter Kleider aus transparenten Stoffen mit blütenartigen Verzierungen aus bunten Perlen und Pailletten, ganz zart und eher fröhlich als festlich. Beim gedanklichen Durchblättern meiner Stoffsammlung fiel mir dann ein cremefarbener Viskosejersey ein, mit aquarelliert wirkenden, wie hingetupften grauen und gelben Blüten:


Die zwei Meter hatte ich schon unter "schön, aber eigentlich ein Fehlkauf" verbucht, weil mir die Farben überhaupt nicht stehen. Aber als Rock mit einer zarten Lage schwarzem Tüll darüber, sieht es schon ganz anders aus:


Schwarze und braune Pailletten zum Aufnähen sind sogar auch noch vorhanden, Glasperlen in hellen Farben (weiß, gelb) sollten sich finden lassen - wenn ich Zeit und Lust habe, könnte ich den Tüll stellenweise mit weiteren Pailletten verzieren. Bei Pinterest gibt es eine Pinnwand dazu.

Ich verspreche mir davon, dass der Paillettenrock nicht ganz so düster-ernst-festlich-elegant wird und damit etwas alltagstauglicher - es könnte aber auch passieren, dass ich statt Dior für Arme einen bunt-glitzernden Alptraum herstelle. Ich habe aber gerade große Lust, so ein verspieltes und möglicherweise albernes Stück anzugehen und lasse mich überraschen, wie es wird.

Die Weihnachtskleidnäherinnen versammeln sich hier beim Weihnachtskleid-Sewalong im MeMadeMittwoch-Blog.